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Auftaktveranstaltung von "Junge Muslime als Partner"

Am 3. Juli 2015 fand in Kassel-Wilhelmshöhe die offizielle Auftaktveranstaltung des neuen Kooperationsprojekts „Junge Muslime als Partner – FÜR Dialog und Kooperation! GEGEN Diskriminierung!“ statt.


Auftaktveranstaltung

IDA e.V. Referentin Karima Benbrahim

Teilnehmende

Die Gruppe der Teilnehmenden an der Auftaktveranstaltung

Vertragsunterzeichnung

Sümeyra Kılıç (BDMJ) und Onna Buchholt (aej) bei der Vertragsunterzeichnung

Amina Wanner

Amina Wanner (IJB/ VIKZ) stellt die Arbeit der Islamischen Jugend in Bayern e.V. vor

aej-Team

Vertreterinnen der Muslimischen Jugend in Deutschland zusammen mit dem aej-Team

Gruppe der Teilnehmenden

Der Tagungsraum während der Auftaktveranstaltung

Diskussion

Sümeyra Kılıç (BDMJ)

Im Gespräch

Onna Buchholt (aej) mit Karima Benbrahim (IDA e.V.)

Im Gespräch

Hafssa El-Bouhamouchi (MJD) und Meike Andres (Ev. Stadtjugenddienst Hannover)

Gruppe der Teilnehmenden

Der Tagungsraum während der Auftaktveranstaltung

Während der Veranstaltung

Emine Oğuz (BDMJ/ DITIB) links im Bild

Im Gespräch

Simona Herz (Ev. Jugend Bremen) und Hatice Koçak (BDMJ Bremen)

Im Gespräch

Franziska Horn (Ev.-luth. Landeskirche Hannover), Oğuzhan Korkmaz (VIKZ Berlin), Simona Herz und Meike Andres

Auftaktveranstaltung

Oğuzhan Korkmaz (VIKZ Berlin)

Im Rahmen des fünfjährigen Projekts im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des BMFSFJ will die aej die muslimischen Verbände „Bund der muslimischen Jugend“, „Muslimische Jugend in Deutschland“ und den „Verband der islamischen Kulturzentren e.V.“ dabei unterstützen, sich weiter zu etablieren und Zugang zu jugendverbandlichen Strukturen zu erlangen. Mit der verstärkten Sichtbarmachung muslimischen Engagements in der Jugendarbeit soll zugleich der wachsenden Tendenz von Islam- und Muslimfeindlichkeit entgegengewirkt werden.

Die drei muslimischen Verbände kooperieren jeweils an zwei bis drei Standorten bundesweit mit evangelischen Partnern, die die mehrheitlich ehrenamtlichen Mitarbeiter(innen) coachen. Bis zum Ende des Projekts wird für Multiplikator(inn)en der Jugendarbeit zudem ein „Info- und Aktionspaket Jugend und Islam“ erstellt, das  unterschiedliche Medien und Materialien einschließt.

Angereist waren trotz Ramadan neben den Vertreter(inne)n der Bundesebene aus den beteiligten Verbänden auch die evangelischen und muslimischen Ansprechpartner(innen) aus den lokalen Partnerschaften. So konnten sich die verantwortlichen Verbands-Vertreter(innen) auf Stadt- und Landesebene aus den Standorten Bremen, Niedersachsen und Berlin erstmals kennenlernen und im Verlauf der Veranstaltung erste Ideen über die gemeinsamen Aktivitäten austauschen. Die weiteren Standorte Aschaffenburg, Bielefeld, Gladbeck und Saarbrücken waren leider nicht oder nur durch eine Seite der Partnerschaft vertreten, da die Veranstaltung in die Zeit der Ferienfreizeiten fiel.

Nachdem die Projektleitung Onna Buchholt zu Beginn allen Beteiligten noch einmal die Projektkonzeption vorgestellt hatte präsentierte Sümeyra K?l?ç die Organisation und Aktivitäten des „Bund der muslimischen Jugend“. Anschließend stellte Sara Sanhit die Arbeit der „Muslimischen Jugend in Deutschland“ vor, gefolgt von einer Präsentation zur „Islamischen Jugend in Bayern e.V.“ (Verband der islamischen Kulturzentren e.V.) durch Amina Wanner. Zur Besiegelung der Kooperation der Verbände auf Bundesebene wurden daraufhin die Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet.

Da große Teile der muslimischen Teilnehmer(innen) aufgrund des Ramadan fasteten, fand nur ein kleiner Mittagsimbiss statt, der jedoch durch das Angebot eines gemeinsamen Fastenbrechens am Abend ergänzt wurde.

Als fachlichen Input referierte Karima Benbrahim vom Informations- und Dokumentationszentrum Antirassismusarbeit e.V. zum Thema „Der Weg zu einer rassismuskritischen und diversitätsbewussten
Bildungsarbeit – Antidiskriminierungsarbeit in der Jugendverbandsarbeit“. In ihrem wissenschaftlichen Vortrag leitete Frau Benbrahim von einer Schilderung des gesellschaftlichen Kontextes, in dem Diskriminierung von Menschen mit Einwanderungsgeschichte noch immer an der Tagesordnung ist, zu einer Bestimmung des Begriffs „Diversität“ über. Sie machte sich schließlich für eine innere Haltung der Pädagog(inn)en stark, die die eigene Verortung innerhalb der Gesellschaft und vorhandene Privilegien reflektiert.

Im Anschluss an den Vortrag bot eine Gruppendiskussion Raum für die Thematisierung struktureller Diskriminierungserfahrungen der beteiligte muslimischen Verbände, bevor sich die lokalen Partnerschaften zu den geplanten Aktionen näher austauschen konnten.

Nach einer Pause über den Rest des Tages fand am Abend noch im kleinen Rahmen ein Fastenbrechen statt, das die Veranstaltung abrundete. Die nächste bundeszenztrale Projekt-Veranstaltung findet am 18. September in Kassel statt, wenn im Rahmen der Entwicklungswerkstatt die konkrete Planung für die Partnerschafts-Standorte erfolgen soll.


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