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Entwicklungswerkstatt 2015

Um Muslim- und Islamfeindlichkeit effektiv zu bekämpfen bedarf es vor allem des Mutes, gemeinsamer Gespräche und der Stärkung der Gemeinsamkeiten, so das Fazit der zweiten bundeszentralen Veranstaltung im Projekt „Junge Muslime als Partner – FÜR Dialog und Kooperation! GEGEN Diskriminierung!“.


Arbeitsphase

Die Teilnehmer(innen) beim Workshop

Moderation

Projektleitung Onna Buchholt moderiert die Veranstaltung

Teilnehmer(innen)

Billal Kiani, Sara Sanhit und Andrea Stärk von der MJD

Teilnehmer(innen)

Sandra Baier und Robert Groenhagen von der evangelischen Jugend Bielefeld

Teilnehmer(innen)

Arbeitsphase

Arbeitsphase

Hüseyin Mestan von der Islam. Jugend in Bayern e.V./ VIKZ im Gespräch mit Programmberater Tom Lehnert von der Regiestelle Demokratie leben!/ BAFzA

Teilnehmer(innen)

Ibrahim Akgül und Oguzhan Korkmaz vom VIKZ

Arbeitsphase

Onna Buchholt und Hüseyin Mestan präsentieren die Ergebnisse

Teilnehmer(nnen)

Arbeitsphase

Halil Acinör vom VIKZ im Gespräch mit Billal Kiani, MJD, und Thomas Koch, Ev. Jugend Berlin, Brandenburg, Schlesisch. Oberlausitz

Arbeitsphase

Andrea Stärk und Sina Saafi von der MJD im Gespräch mit Simona Herz, Ev. Jugend Bremen, und Franziska Horn, Ev-luth. Landeskirche Hannovers

Gruppenbild

Arbeitsphase

Halil Acinör und Oguzhan Korkmaz vom VIKZ im Gespräch

Am 18. September 2015 kamen die Projektbeteiligten zu einer Projekt-Entwicklungswerkstatt im Tagungshaus hofmanns höfe in Frankfurt am Main zusammen, um die inhaltliche Ausgestaltung der lokal-regionalen Partnerschaften zu beraten.

Angereist waren neben den Vertreter(innen) der muslimischen Jugendverbände BDMJ, MJD und VIKZ auf Bundesebene auch die evangelischen und muslimischen Ansprechpartner(innen) aus den Projekt-Standorten. Darüber hinaus nahm der Programmberater und Vertreter des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) Herr Tom Lehnert an der Veranstaltung teil.

Zu Beginn des Treffens näherte sich die Gruppe dabei der Frage an, wodurch Diskriminierung gegenüber Muslimen tatsächlich bekämpft werden könne. Dabei waren sich die Teilnehmenden schnell einig, dass der richtige Weg nur in einer Intensivierung des Kontakts zwischen Muslimen und nicht-Muslimen sowie der Bereitschaft, mehr übereinander zu erfahren, bestehen kann. Ebenfalls wurde darauf hingewiesen, dass ein gewisses Maß an Mut dazugehöre, die eigenen Lebensbezüge zu erweitern und verschiedene Sichtweisen nebeneinander stehen lassen zu können. Auch auf die Bedeutung der Förderung von Teilhabe an bestehenden Strukturen wie Jugendringen wurde betont, wodurch das gemeinsame Projekt-Vorhaben noch einmal bekräftigt wurde.

Daran anschliessend informierte die Projektleitung Onna Buchholt über aktuelle Entwicklungen im Projekt und erläuterte die thematischen Schwerpunkte, die innerhalb der lokalen Partnerschaften bearbeitet werden können. Der Fokus der Zusammenarbeit zwischen evaneglischen und muslimischen Partnern liegt auf der Verbandsentwicklung der muslimischen Partnerverbände sowie der Thematisierung und Bekämpfung von Muslim- und Islamfeindlichkeit. Klassische Formate christlich-muslimischen Dialogs, die auf einen Austausch über die jeweiligen Glaubensinhalte und das eigene Gottesbild abzielen, können ebenfalls in die Projektarbeit mit einfließen. Im Rahmen des etwa fünfjährigen Projekts sollen neben jugendverbandlichem Coaching und der Erarbeitung antirassistischer Methodik auch gemeinsame Aktivitäten von muslimischen und evangelischen Jugendlichen durchgeführt werden, die beispielsweise Fotokampagnen zur Sensibilisierung für Formen der Diskriminierung initiieren.

Im Zentrum der Entwicklungswerstatt stand schließlich die Erarbeitung der gemeinsamen Aktivitäten in den lokal-regionalen Standorten. Die Standorte werden die folgenden Kooperationen auf Länder- und Stadtebene umfassen: Bremen, Niedersachsen, Aschaffenburg, Hannover, Bielefeld, Berlin und Gladbeck. Im Verlauf der Veranstaltung erstellten die Kooperationspartner einen gemeinsamen Zielkatalog für die jeweiligen Standorte und vereinbarten erste konkrete Projekt-Maßnahmen.

Bis zum Ende des Jahres werden nun weitere Treffen in den Partnerschaften stattfinden, die dem besseren gegenseitigen Kennenlernen dienen sollen und die Basis für weiterführende Pläne der kommenden Projektjahre schaffen. Als gemeinsame Schwerpunktthemen für künftige bundeszentrale Projekttreffen wurden die Erarbeitung des jeweiligen Selbstverständnis` von Jugendarbeit im Kontext gesellschaftpolitischer Verantwortung festgehalten sowie eine Auseinandersetzung mit den Wertvorstellungen, die sich aus den spezifischen Gottesbildern ableiten. Es besteht ein großes Interesse der Projektbeteiligten am gegenseitigen Austausch und Kennenlernen der je eigenen Positionen – ein Bedürfnis, dem im kommenden Förderjahr 2016 mit einer zweitägigen bundeszenztralen Veranstaltung viel Raum gegeben wird.


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