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Gedanken über innen und außen -

Ein zweitägiger Workshop zur internen und externen Verbandskommunikation in München (am 6.11. & 4.12.2015)


Workshop am 6.11.15

Sinan Acar, Oguzhan Korkmaz und Burak Örkün vom VIKZ

Workshop am 6.11.15

Arbeit in Kleingruppen für die Standorte Gladbeck und Berlin

Workshop am 6.11.15

Hilmi Kemal Akyol von der IJB Unterfranken und Amina Wanner von der IJB-Geschäftsstelle

Workshop am 6.11.15

Impulsvortrag von Referent Nepomuk Gasteiger

Workshop am 6.11.15

Hüseyin Mestan, Geschäftsführer der IJB

Workshop am 6.11.15

Eine Ehrenamtliche der IJB und Sina Saafi von der MJD

Workshop am 6.11.15

Arbeit in Kleingruppen für die Standorte Gladbeck und Berlin

Workshop am 6.11.15

Eine Ehrenamtliche der IJB und Sina Saafi von der MJD

Workshop am 6.11.15

Hüseyin Mestan, Geschäftsführer der IJB

Für welches Leitbild steht unser Verband? Und wie kommunizieren wir es in die Öffentlichkeit? Das waren Fragen, die im Rahmen von „Junge Muslime als Partner“ in einem zweitägigen Workshop in München behandelt wurden.

In der breiten Bevölkerung sind die Aktivitäten der muslimischen Jugendverbände sowie ihre Vielfalt nur wenig bekannt, was insbesondere auch für die Religion des Islam gilt. In der medialen Öffentlichkeit entsteht vielmehr häufig der Eindruck, es gäbe eine homogene Gruppe an Muslimen mit nahezu identischen Ansichten zu religiösen und gesellschaftlichen Fragen.

Dass dem nicht so ist und in Deutschland eine Vielzahl an muslimischen Communities beheimatet ist, die unter anderem durch unterschiedliche Erwachsenen- und Jugendverbände repräsentiert werden, soll unter anderem durch das im Rahmen vom BMFSFJ-Bundesprogramm Demokratie leben! geförderte Projekt bekräftigt werden. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung stellt die gute Sichtbarkeit muslimischer Jugendverbandsarbeit dar.

In diesem Sinne hatte federführend die Islamische Jugend in Bayern e.V./VIKZ für „Junge Muslime als Partner“ nach München eingeladen, um sich im Austausch untereinander der eigenen Verbandsidentität klarer bewusst zu werden. Neben Vertreter*innen des Verbands der islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) aus den Projekt-Standorten Berlin, Gladbeck, München und Unterfranken war an beiden Workshop-Terminen auch eine Vertreterin der Muslimischen Jugend in Deutschland (MJD) anwesend. Die angemeldeten Vertreter*innen vom Bund der muslimischen Jugend/D?T?B-Jugend (BDMJ) konnten leider krankheitsbedingt nicht teilnehmen.

Der erste Workshop-Teil am 6. November 2015 widmete sich der Herausarbeitung der Werte und Aktivitäten, für die die jeweiligen Verbands-Standorte stehen. Nach einem Impulsvortrag von Nepomuk Gasteiger, Systemintegrator bei der Webagentur Vision bites in München, erarbeiteten die Teilnehmer*innen in Kleingruppen ihre Alleinstellungsmerkmale. Bei der kreativen Arbeitsatmosphäre konnten alle Kleingruppen innerhalb weniger Stunden einen prägnanten Claim entwickeln, der die Identität ihres Verbands im Kern zusammenfasst.

Die Claims (z.B. für die Islamische Jugend in Bayern e.V.: „Gemeinsam Spaß erleben!“) sollten dann in den kommenden Wochen dazu dienen, die Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit auf dieser Grundlage weiterzuentwickeln. Konsens bestand unter den Teilnehmenden darüber, dass sie die Kinder- und Jugendarbeit an ihren Standorten sichtbarer machen wollen, um neue Mitglieder zu gewinnen und Berührungsängste unter nicht-Muslimen abzubauen.

Der zweite Workshop-Teil am 4. Dezember 2015 stand unter dem Vorzeichen der Vermittlung des Selbstbilds in Social Media und anderen Instrumenten der Öffentlichkeitsarbeit. Dabei spielt insbesondere Facebook eine große Rolle, weil die Plattform nach wie vor von den meisten Jugendlichen als wichtige Informationsquelle genutzt wird. Referent Nepomuk Gasteiger konnte im Rahmen der Veranstaltungen Vorbehalte der Teilnehmer*innen ausräumen, wonach Facebook-Seiten die Gefahr der öffentlichen Anfeindung bergen könnten, gerade mit Hinblick auf antimuslimische Ressentiments. Herr Gasteiger ermutigte die Teilnehmenden, bei Facebook Präsenz zu zeigen, da die Administratoren zum einen stets über das Recht verfügten, Kommentare zu löschen, es darüber hinaus aber auch sinnvoll sei, öffentlich zu feindlichen Kommentaren Stellung zu nehmen, um eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen.

Demnach entwickelten die Teilnehmer*innen am zweiten Workshop-Tag Strategien für eine effektive Nutzung von Facebook und anderen Social Media Plattformen, in den kommenden Wochen werden erste Öffentlichkeits-Maßnahmen der unterschiedlichen Standorte umgesetzt. Gerade der Austausch zwischen den Vertreter*innen der unterschiedlichen Verbände wurde von den Teilnehmenden als sehr wertvoll eingeschätzt. Kommende Bundeszentrale Projektveranstaltungen werden daher bewusst Phasen des verbandlichen Austauschs mit einbeziehen.


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